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Logo Ellen Geese

Vom Schatten ins Licht: Meine Reise zurück zu mir

Ein Zuhause, das mich früh prägte

Ich war ein Kind in einem Zuhause, in dem ich früh lernte: Wenn ich nicht still bin und funktioniere, passiert etwas. Also strengte ich mich an. Doch egal, wie sehr ich mich bemühte, es war nie genug.

Meine Mutter liebte mich, und doch war sie in Sucht und Manipulation gefangen.
Mein Stiefvater war oft betrunken und bedrohlich.
Eine Kneipe gehörte zu unserem Alltag.
Lallen, Streit, das Gefühl, unsichtbar zu sein. All das füllte unsere Räume.

Ich versteckte mich in meinem Kinderzimmer und hielt mir die Ohren zu, wenn nebenan mal wieder die Welt kaputtging oder sie mich allein ließen. Ich hatte Angst. Trotzdem hielt ich an dem Glauben fest: Wenn ich stark bin, still bin, wenn ich alles richtig mache und funktioniere, kann ich vielleicht etwas retten. Ich spürte alles, aber zeigte nichts. Ich wurde zur Trösterin meiner Mutter, weil es sicherer war, ihren Schmerz zu fühlen als meinen eigenen. Ich wurde zur Verantwortlichen, zur Unsichtbaren.

„Du bist mein Heute und alle meine Morgen."

Der Verlust, der alles veränderte

Nur ein Mensch gab mir damals echten Halt: mein Opa.
Bei ihm durfte ich Kind sein. Er und meine Oma gaben mir einen sicheren Ort, an dem Familie noch gelebt wurde. Mein Opa lehrte mich, immer die Wahrheit zu sagen, selbst, wenn sie weh tat. Zu Hause aber lernte ich: Manchmal muss man lügen, um jemandem das Gesicht zu retten.
 
Als ich fünfzehn war, starb mein Opa und alles in mir zerbrach. Ich durfte nicht bei ihm sein, als er ging. Stattdessen musste ich zu Bekannten aus der Kneipe, während er starb. Ich durfte seine Hand nicht halten, und ich habe auch nie gesehen, wie seine Seele diese Welt verließ. Was blieb, war tiefer Schmerz, Trauer und Leere. Ich begann, mich mit Drogen und Alkohol zu betäuben, so viele Jahre, nur um nie wieder so einen tiefen Schmerz fühlen zu müssen.

Der Absturz – und das, was mich gerettet hat

Mit zweiundzwanzig Jahren kam der Zusammenbruch. Aus dem Nichts traf mich die Panik. Eine drogeninduzierte Psychose, stürzte mich in eine Dunkelheit, aus der es keinen Ausweg zu geben schien. Drei Wochen Albtraum. Ich dachte, mein Verstand hätte mich verlassen. Doch in Wahrheit war es meine Seele, die laut nach mir rief: So geht es nicht weiter.
 
Das war mein Wendepunkt.

„Es ist nie zu spät, der zu werden, der du hättest sein können."

Meine Rückkehr zu mir

Ich begann eine analytische Therapie und verstand zum ersten Mal, das Gefühle nicht zufällig entstehen – dass sie Auslöser haben, dass sie Botschaften meiner Seele sind.
 
Schmerz, Wut, Trauer – all diese Gefühle hatten Gründe, und ich ließ sie endlich zu. Ich erkannte, dass ich nicht das Produkt meiner Vergangenheit war, sondern die Gestalterin meiner Zukunft. Und dass Wahrheit bei mir selbst beginnt, nicht bei anderen.
 
Heute bin ich immer noch das Mädchen von damals. Aber ich bin auch die Frau, die aufgestanden ist.
 
Ich bin Mutter und gebe Liebe, ohne mich selbst zu verlieren.
Ich bin Partnerin und schenke Nähe, ohne mich selbst aufzugeben.
Ich bin Freundin und höre zu, ohne mich selbst zu vergessen.
Ich bin keine Heldin. Aber ich bin hier.

Heute – wer ich bin und warum ich begleite

Ich bin Medium und sensitiver Coach.
Ich spüre, was andere im Schmerz oft nicht sehen können – weil ich sehr früh lernen musste, was mich erwartet, noch bevor ich den Schlüssel zur Haustür umdrehte.
 
Heute bin ich der Mensch für dich, den ich mir damals selbst so sehr gewünscht hätte.
 
Darum kann ich dir den Raum halten, wenn du spürst, dass da mehr in dir lebt, die Verbindung dorthin aber noch leise ist. Nicht, um dich zu retten, sondern, um dich zu begleiten und ein Licht für dich zu sein. Deine Taschenlampe auf dem Weg durch die Dunkelheit. Denn ich habe selbst mein halbes Leben im Schmerz verbracht, weiß, wie dunkel es sich anfühlen kann, und habe heute keine Angst mehr davor.
 
Wenn mich jemand fragt, was das Wertvollste ist, das aus meinem Weg entstanden ist, antworte ich:
 
Ich bin echt.
Ich bin sicher.
Ich bin voller Vertrauen und Mitgefühl.
 
Und wenn du fühlst, es ist Zeit, tiefer zu gehen, um dir selbst zu begegnen – dann geh den ersten Schritt.
 
Ich bin da. Für dich.

Jenseits des Sichtbaren – Wie die geistige Welt alles veränderte.

Ich glaubte nur an das, was ich kontrollieren konnte.

Mein Reflex war klar: erklären, beweisen, kontrollieren. So bin ich lange durchs Leben gegangen – immer mit dem Kopf voraus. Was ich nicht verstand, machte mir Angst. Und Angst, so hatte ich gelernt, muss man besiegen, nicht fühlen. Also schob ich sie weg.
 
Gefühle. Spiritualität. Nicht für mich. Ich war zu sehr damit beschäftigt, zu funktionieren, stark zu sein, alles zusammenzuhalten.

Der Abend, der alles veränderte.

Im Februar 2011 starb meine Oma. Ich war neunundzwanzig Jahre alt. Ich ahnte nicht, dass dieser Abend mein Leben verändern und in eine neue Richtung lenken würde.
 
Es begann mit einer leisen Angst. Nicht überwältigend, nicht wie früher – aber spürbar. Statt sie wegzuschieben, wollte ich sie verstehen. Ich legte mich hin, schloss die Augen und ging dorthin, wo sie am stärksten zu fühlen war: in mein Herz. Nach einiger Zeit des Fühlens war sie auf einmal da: Meine Oma.
 
Nicht als Bild, nicht als Erinnerung. Nein. Es fühlte sich an, als stünde sie wirklich ganz nah bei mir. Vor meinem inneren Auge gingen wir gemeinsam durch ihre alte Wohnung.
 
Raum für Raum. Ich spürte ihre Nähe. Wir erinnerten uns an meinen Opa, an das Lachen, an alles, was wir gemeinsam erlebt hatten. Ich bedankte mich bei ihr für alles. Tränen liefen über mein Gesicht, während ich ihr versicherte, dass ich mit meiner kleinen Familie glücklich war.
 
Als sie davon überzeugt war, verabschiedete ich mich von ihr. So schnell, wie die Angst gekommen war, verschwand sie auch wieder aus meinem Körper, nach unserem Abschied.
 
Gerade als ich von meinem Erlebnis erzählen wollte, riss mich ein schriller Ton aus meinem Empfinden. Ein Pfeifen im Ohr, so stark, das mir schwindelig wurde. Ich rappelte mich auf, als in diesem Augenblick mein Telefon klingelte. Meine Mutter war dran. Sie erzählte mir, dass sie im Pflegeheim bei meiner Oma sei.
 
Die Worte hallen mir bis heute in den Ohren nach: „Oma ist gerade gestorben.“ Mich traf es wie ein Schlag. Mein ganzer Körper kribbelte. Ich erfuhr, dass ihr Sterbeprozess genau zu der Zeit begonnen hatte, in der ich sie spürte. Und dass er in dem Moment endete, in dem das Pfeifen mein Ohr durchbohrte.

Das Wichtigste sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

Ich konnte es nicht mehr weg erklären.

Später erzählte mir meine Mutter, dass sie das Gefühl hatte, Oma habe auf meinen Besuch gewartet, weil sie im Sterbeprozess immer wieder zur Tür schaute und etwas sagen wollte.
 
Ich wusste, das alles war keine Einbildung. Es war Verbindung – echt, tief, jenseits des Sichtbaren.
 
Ich hatte etwas gespürt, das ich mein ganzes Leben unterdrückt hatte. Jetzt konnte ich es nicht mehr ignorieren. Etwas in mir hatte sich geöffnet – und ich wusste, dass es sich nicht mehr schließen würde. Das war übrigens auch der letzte Tag in meinem Leben, an dem ich unter Angstzuständen litt.
 
Ich verstand: Abschied ist keine Trennung. Liebe endet nicht. Und unsere Seelen bleiben verbunden. Für immer.

Die Brücke, die ich halten kann

Dieser Abend war mein Anfang. Ich begann, langsam anzunehmen, was ich früher weggeschoben hatte: feine Wahrnehmungen, Gefühle, Bilder, Impulse. Nicht als etwas Übernatürliches, sondern als einen stillen, unverfälschten Moment von Verbundenheit.
 
Heute bin ich Medium und sensitiver Coach. Ich arbeite nicht mit starren Techniken, sondern mit Verbindungen – weil ich selbst erlebt habe, dass der Kontakt zur geistigen Welt nichts Magisches ist, sondern etwas Tiefmenschliches. Ein Moment echter Begegnung – von Herz zu Herz, von Seele zu Seele.
 
Wenn du offen bist für eine Verbindung, die tiefer geht als das Sichtbare – dann bin ich da für dich.